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  #1  
Alt 30.12.2007, 18:46
Benutzerbild von mukti
mukti mukti ist offline
Forumsfrischling
 
Registriert seit: 28.09.2007
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Standard das Kloster Tsurphu

hallo,
ich werde im juni das erste mal in tibet sein. am ende der reise bin ich in lhasa und möchte von dort aus gerne für einen tag in das kloster tsurpu. hat jemand von euch einen tip, wie ich da am besten hinkomme ?
danke,
karin
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  #2  
Alt 30.12.2007, 21:28
Hans-Wien Hans-Wien ist offline
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Standard AW: das kloster tsurpu

Hallo karin !

Die Tsurphu Gompa ( schreibt sich mit "h" ) wurde mit einigen anderen am Pilgerweg von Lhasa zum heiligen Nam Tso Chukmo errichtet.
Die Anfahrt ist nicht einfach , den es gibt nur eine Piste zum Kloster.
Entweder von Lhasa mit einem geländegängigen Mietwagen oder mit dem Bus Richtung Dechen Dzong , beim Dorf Gachug aussteigen und zum Kloster wandern , allerdings in diesem Fall Übernachtung im Kloster notwendig.
Ich kenne deine Beweggründe für einen Besuch nicht , aber es ist kein bedeutentes Kloster.

Tashi Delek Hans - Wien
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  #3  
Alt 30.12.2007, 22:09
Benutzerbild von mukti
mukti mukti ist offline
Forumsfrischling
 
Registriert seit: 28.09.2007
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Beiträge: 10
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Standard AW: das kloster tsurpu

danke hans für die schnelle antwort.
ich bin buddhistin in der karma kagyu linie und das kloster ist der stammsitz der karmapas und deswegen von grosser bedeutung für mich.
weisst du zufällig auch wo ich in lhasa einen jeep mit fahrer mieten kann? kann ich das schon von kathmandu aus organisieren?

karin
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  #4  
Alt 01.01.2008, 16:11
Navyo Navyo ist offline
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Standard AW: das Kloster Tsurpu

Hallo,

Tsurphu ist schon ein sehr wichtiger Ort in Tibet, der gegenbwärtige Karmapa verweilt jedoch seit Anfang des Jahrhunderts in Dharamsala, wohin er geflohen ist.

Navyo
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Like living in the Himalayas

Geändert von Navyo (01.01.2008 um 17:59 Uhr)
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  #5  
Alt 01.01.2008, 16:28
Benutzerbild von Andreas
Andreas Andreas ist offline
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Standard AW: das Kloster Tsurpu

Als ich 1992 im August in Lhasa war, war in Tsurphu gerde die Inthronisierung des jungen Karmapa! Eine richtige Volksfeststimmung herrschte, als Massen von Einheimischen, einige Touristen, ein paar Filmcrews und chinesische Obrigkeit dort eintrudelte.

Letztere hätte es sich wohl nicht träumen lassen, dass Karmapa Rinpoche schließlich fliehen würde. Ein Film dazu: Living Buddha!

Andreas
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There is such a lot of world to see - let's go!

HANGING GARDENS of JEBEL QATAR

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  #6  
Alt 02.01.2008, 14:22
Konfuzius Konfuzius ist offline
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Standard AW: das Kloster Tsurphu ohne h

Das Kloster Tsurpu (tib. Tshur-phu dGon-pa, Tshurphu) wurde 1189 vom Ersten Karma*pa, Düsum-Kyenpa (tib. Kar-ma Dus-gsum mkhyen-pa) (1110-1193) gegründet und wurde 1263 vom Zweiten Karmapa, Karma Pakshi (tib. Kar-ma Pak-shi) (1204-1283) neuerbaut. Es ist das Hauptkloster der Karma Kamtsang Kagyü-Tradition (tib. Kar-ma Kam-tshang bKa’- brgyud), bei der es sich um eine der vier großen Dagpo Kagyü-Linien (tib. Dvags-po bKa’- brgyud brgyud-chen bzhi) handelt, die auf direkte Schüler des Gampopa (tib.sGam-po-pa, Dvags-po Lha-rje bSod-nams rin-chen) (1079-1153) zurückgehen. Tsurpu war der traditionelle Sitz der Linie der Karmapas.
Alexander Berzin, 1991, ergänzt im September 2003
Originalversion publiziert in
"Kagyü Monasteries." Chö-Yang, Year of Tibet Edition
(Dharamsala, India), (1991).
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  #7  
Alt 06.01.2008, 16:53
Hans-Wien Hans-Wien ist offline
Alter Hase
 
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Beiträge: 884
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Standard AW: das Kloster Tsurphu

Hallo karin !

Es ist erfreulich im Trekkingforum jemand zu begrüßen , der bei einer Reise nach Tibet , auch Interesse für die Religion des Landes hat.
Ich fühle mich der Kagyüpa Schule verbunden ( tib. wörtl." mündliche Überlieferungslinie " ) , aber nicht der KARMA - KAGYÜ Linie , die durch das erstarken der Rime-Bewegung eine der erfolgreichsten buddh. Schulen im Westen ist , sondern der DRUKPA - KAGYÜ Lehrrichtung , die sich von der 4. Kagyüpa- Schule , Phagmo Drupa , abspaltete.
Diese Richtung ist stark von der Meditationslehre des Mahamudra beeinflußt ( tib. wörtl." Großes Siegel " ).
Während eines längeren Aufenthalts in Ladakh in der Hemis Gompa , kam ich mit dem Gedankengut in Berührung und erhielt im Aug. 1976 vom jugendlichen Dukchen Rimpoche die " Zuflucht zur Lehre " .
Weitere Lehrunterweisungen bekam ich von Kalu Rimpoche auf der Uni - Wien und Anfang der 80 ziger Jahre in Sikkim im Rumtek Kloster beim 16. Karmapa Rigpe Dorje und erlebte auch die großartige aber seltene " Zeremonie der schwarzen Vajrakrone ".

Die Tsurphu Gompa wurde bereits im 12. Jht.vom 1. Karmapa gegründet und ist eine der ältesten in Zentraltibet , wird aber von der tib. Bevölkerung nicht besonders verehrt und nur von wenigen Pilgern besucht.
Da ich in Tibet meistens trampe oder mit öffentl. Transpormittel unterwegs bin , kann ich keine Auskunft über Taxiunternehmen in Lhasa geben , aber wenn du mit einer Gruppe in Lhasa bist , versuche mit einigen US Scheinen deinen Jeepfahrer für einen kurzen Besuch des Klosters zu überreden ( funktioniert meistens ! ).
Karin , eines solltest du noch berücksichtigen ;
Ein Privatbesuch in einer Klosteranlage ist eine etwas heikle Angelegenheit , den die chin. Behörden wittern überrall separatistische Verschwörungen ( außer in den staatl. kontrollierten Museumsklöstern , die von geführten Gruppen besucht werden und in denen die Mönche nur mehr Statisten abgeben ) und leider gibt es unter den Mönchen auch Polizeiinformanten.
Ich kenne Fälle , in denen Mönche verhaftet wurden ( ihr Aufenthalt ist bis heute unbekannt ) nur weil sie Bilder von heiligen Personen als Geschenk annahmen oder sich mit westl. Touristen zu sehr anfreundeten.
In jüngster Zeit ist überhaupt eine vermehrte Unterdrückung der Religionsausübung zu bemerken ( siehe ; mein Bericht im Unterforum " Tibet Insights " unter MENSCHENRECHTE in TIBET !!

Tashi Delek und " la gyal lo "

Hans - wien
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  #8  
Alt 06.01.2008, 21:46
Elfenbein Elfenbein ist offline
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Registriert seit: 24.01.2005
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Standard AW: das Kloster Tsurphu

2005 auf dem Weg zum Nam-Tso machten wir noch einen geplanten Umweg zum Stammsitz der Karmapas, der Klosterstadt Tshurphu auf 4600 m Höhe. Die Karmapas, auch Schwarzhutträger genannt, gehören zu den faszinierendsten Persönlichkeiten der tibetischen Geschichte. Der Karmapa ist das Oberhaupt der Kagyupa- bzw. Rotmützenschule, bei der die direkte Übertragung der Lehre von Meister zu Schüler im Mittelpunkt steht. Er ist neben dem Dalai Lama der wichtigste geistige Führer im tibetischen Buddhismus. Der Buddha Shakyamuni sagte sein Erscheinen und die Inkarnationslinie voraus. Alle bisherigen Karmapas waren außergewöhnliche Persönlichkeiten, deren Geschichte auch von Wundertaten und Visionen geprägt waren.
Der jetzige 17. Karmapa Urgyen Trinley Dorje, über dessen Reinkarnation Clemens Kuby den preisgekrönten Dokumentarfilm ‚Living Buddha’ drehte, floh im Jahre 2000 von Tshurphu über den Himalaya ins nordindische Dharmsala zum Dalai Lama. Darüber waren die chinesischen Besatzer so erzürnt, dass es seitdem für Touristen sehr schwer ist Tshurphu zu besuchen. Aber wir hatten Glück und kamen auf der schwierigen Piste ohne große Hindernisse durch. Aber der Winter rückte immer näher, denn es hatte über 4000 m geschneit. Sowohl die Klosterstadt Tshurphu als auch die umliegenden Meditationshöhlen sind Orte tiefster Spiritualität. Allgegenwärtig begegneten wir dort der Geschichte und den Spuren der Karmapas. Wir hatten außerdem noch die Gelegenheit im Kloster an einer Zeremonie der Mönche beizuwohnen, ein unvergessliches Erlebnis.
Thsurphu wurde während der Kulturrevolution von den Chinesen fast vollständig zerstört. Der 16. Karmapa war einer der Ersten der die Gefahr in seinen Visionen auf die Tibeter zukommen sah, deshalb konnte er noch rechtzeitig vor den chinesischen Eroberern fliehen.
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