Hallo karin !
Es ist erfreulich im Trekkingforum jemand zu begrüßen , der bei einer Reise nach Tibet , auch Interesse für die Religion des Landes hat.
Ich fühle mich der Kagyüpa Schule verbunden ( tib. wörtl." mündliche Überlieferungslinie " ) , aber nicht der KARMA - KAGYÜ Linie , die durch das erstarken der Rime-Bewegung eine der erfolgreichsten buddh. Schulen im Westen ist , sondern der DRUKPA - KAGYÜ Lehrrichtung , die sich von der 4. Kagyüpa- Schule , Phagmo Drupa , abspaltete.
Diese Richtung ist stark von der Meditationslehre des Mahamudra beeinflußt ( tib. wörtl." Großes Siegel " ).
Während eines längeren Aufenthalts in Ladakh in der Hemis Gompa , kam ich mit dem Gedankengut in Berührung und erhielt im Aug. 1976 vom jugendlichen Dukchen Rimpoche die " Zuflucht zur Lehre " .
Weitere Lehrunterweisungen bekam ich von Kalu Rimpoche auf der Uni - Wien und Anfang der 80 ziger Jahre in Sikkim im Rumtek Kloster beim 16. Karmapa Rigpe Dorje und erlebte auch die großartige aber seltene " Zeremonie der schwarzen Vajrakrone ".
Die Tsurphu Gompa wurde bereits im 12. Jht.vom 1. Karmapa gegründet und ist eine der ältesten in Zentraltibet , wird aber von der tib. Bevölkerung nicht besonders verehrt und nur von wenigen Pilgern besucht.
Da ich in Tibet meistens trampe oder mit öffentl. Transpormittel unterwegs bin , kann ich keine Auskunft über Taxiunternehmen in Lhasa geben , aber wenn du mit einer Gruppe in Lhasa bist , versuche mit einigen US Scheinen deinen Jeepfahrer für einen kurzen Besuch des Klosters zu überreden ( funktioniert meistens ! ).
Karin , eines solltest du noch berücksichtigen ;
Ein Privatbesuch in einer Klosteranlage ist eine etwas heikle Angelegenheit , den die chin. Behörden wittern überrall separatistische Verschwörungen ( außer in den staatl. kontrollierten Museumsklöstern , die von geführten Gruppen besucht werden und in denen die Mönche nur mehr Statisten abgeben ) und leider gibt es unter den Mönchen auch Polizeiinformanten.
Ich kenne Fälle , in denen Mönche verhaftet wurden ( ihr Aufenthalt ist bis heute unbekannt ) nur weil sie Bilder von heiligen Personen als Geschenk annahmen oder sich mit westl. Touristen zu sehr anfreundeten.
In jüngster Zeit ist überhaupt eine vermehrte Unterdrückung der Religionsausübung zu bemerken ( siehe ; mein Bericht im Unterforum " Tibet Insights " unter MENSCHENRECHTE in TIBET !!
Tashi Delek und " la gyal lo "
Hans - wien